Fernet-Branca: ein Amaro, der seinem Charakter treu bleibt
Seit 1845 in Mailand zu Hause: ein Kräuterbitter mit ausgeprägtem Charakter, der zu unseren Favoriten zählt und pur bei Zimmertemperatur serviert wird.

Leonetto Cappiello, „Aperitivo digestivo Fernet-Branca“, 1911. Werbeplakat als Farblithografie, gedruckt bei Vercasson in Paris. Bibliothèque nationale de France / Gallica, über Wikimedia Commons. Gemeinfrei. Der spanische Slogan „El rey de los amargos“ bedeutet „der König der Bitterliköre“. · Katalogeintrag der BnF · Abbildung und Herkunft auf Wikimedia Commons
Mailand, 1845: der Beginn einer Geschichte
Die Geschichte von Fernet-Branca beginnt 1845 in Mailand mit Bernardino Branca. Über Generationen hinweg bewahrt dieser Kräuterlikör seinen unverkennbaren Charakter: eine braune Farbe, intensive Aromen und eine Bitterkeit, die das Geschmackserlebnis prägt. Er gehört zur Familie der Amari, jener italienischen Liköre, deren Name schlicht „Bittere“ bedeutet.
Siebenundzwanzig Pflanzenzutaten und eine geheime Rezeptur
Das Haus Branca beschreibt eine Rezeptur aus siebenundzwanzig Kräutern, Wurzeln und Gewürzen von vier Kontinenten. Zu den bekannt gegebenen Zutaten gehören Rhabarber, Enzian, Galgant und Kamille. Die Mengenverhältnisse und die genaue Zusammensetzung bleiben das Geheimnis des Hauses. Die Pflanzen werden zu alkoholischen Ansätzen, Extrakten und Abkochungen verarbeitet. Anschließend ruht die Mischung ein Jahr in Eichenfässern, damit sich ihre aromatischen Bestandteile verfeinern.
Nach Angaben des Hauses ist die Rezeptur seit 1845 unverändert. Diese Treue zu einem überlieferten Rezept gehört zur Identität von Fernet-Branca. Im Glas verbinden sich kräuterige und würzige Noten, mentholische Frische und ein langer Nachhall zu einem besonders markanten Ausdruck von Bitterkeit.
Einer unserer Lieblingsamari
In La Corte Segreta zählt Fernet-Branca zu unseren Lieblingsamari. Wir mögen ihn gerade deshalb, weil er seinem Namen als Amaro gerecht wird: Seine Bitterkeit ist klar, tief und kompromisslos. Er bewahrt den Charakter, den wir suchen, ohne den Eindruck zu erwecken, mit Süße um jeden Preis gefallen zu wollen.
Für uns verliert ein Bitterlikör einen Teil seiner Identität, wenn der Zucker alles andere überlagert. Wir möchten, dass Kräuter, Wurzeln und Gewürze weiterhin zur Geltung kommen. Fernet-Branca gefällt uns wegen dieses anspruchsvollen Charakters, den man in kleinen Schlucken entdeckt und der lange am Gaumen bleibt.
So servieren wir ihn in La Corte Segreta
Wir servieren Fernet-Branca pur bei Zimmertemperatur, ohne Garnitur und ohne Zusätze. So genießen wir seinen Geschmack am liebsten in seiner ganzen Fülle, ohne ihn zu verdünnen. Wer ihn lieber kühler trinkt, erhält auf Wunsch einen Eiswürfel.
Quellen und Hintergrundinformationen
Fratelli Branca: die Geschichte des Hauses
Fratelli Branca: Rezeptur und Herstellung von Fernet-Branca
Fernet-Branca: die seit 1845 überlieferte geheime Rezeptur
Amari: der Geschmack der Bitterkeit →