Vaca Mora: Ein venezianischer Amaro und eine kleine Dampfbahn
Kräuter, Blüten und Minze in einem Poli-Amaro mit 32 % vol.

Die historische Dampfbrennblase von Poli Distillerie in Schiavon. Foto: Poli Distillerie.
Poli Distillerie · Bildquelle
Eine Geschichte vor der Osteria
1885 zog GioBatta Poli nach Schiavon und eröffnete die Osteria al Cappello. Die kleine Dampfbahn, die vor dem Lokal erwartet wurde, erhielt den Spitznamen Vaca Mora. In der Familiengeschichte warten Reisende in der Osteria bei einem Glas, gelegentlich beim dort zubereiteten Amaro. 1898 entstanden in denselben Räumen die Poli-Destillerien.
Pflanzen im Aufguss
Der heutige Vaca Mora entsteht durch einen natürlichen Aufguss von Pflanzen, Kräutern und Blüten in Grappa und Alkohol. Daraus wird ein Bitterlikör mit 32 % vol. Sein aromatisches Profil erinnert laut Katalog an eine Holztruhe voller Heilkräuter und Minzblätter.
Der Eindruck einer Kräuterhandlung
Am Gaumen wirkt er pflanzlich, bitter und balsamisch. Minze setzt einen frischen Bezugspunkt zwischen den anderen Pflanzen, während das Destillat die Mischung trägt. Die Wahrnehmung richtet sich auf Kräutercharakter und Nachhall statt auf süßen Fruchtgeschmack. Das hilft besonders einem Gast, der gezielt einen kräuterbetonten Amaro sucht und verschiedene Stile vergleichen möchte.
Bei La Corte Segreta
Unsere Portion beträgt 4 cl. Bitter, Minze, balsamisch und Kräuter sind hilfreiche Suchbegriffe. Sie führen zu Vaca Mora und erleichtern anschließend den Vergleich mit den anderen Amari der Auswahl.
Quellen und weitere Informationen
Weitere Entdeckungen in unseren Archiven
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Amari: der Geschmack des Bitteren →